Urlaubsträume


Ursula Patzschke


Sonne, Schatten, wie man's mag,
Stunden müßig rinnen lassen,
ohne etwas zu verpassen,
vor sich noch den langen Tag.

Machen dürfen, was man liebt,
barfuss über Wiesen laufen.
Berge rauf und runter schnaufen
wie es grade sich ergibt.

Vögel früh um vier belauschen,
wenn sie aus dem Schlaf sich regen,
Hände fest um Borken legen.
Weiß nicht mehr, wie Wälder rauschen,

hab vergessen, wie die Beeren
frisch gepflückt vom Strauche schmecken
und wie Tannennadeldecken
Städterfüße wandern lehren.

Regnet es, dann schlaf ich aus,
werde Kreuzworträtsel lösen,
mindestens zehn Bücher lesen,
wieder freu'n mich auf zuhaus.

(c) Ursula Patzschke (Erben) / Halle


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