Barbaralied


Theo Floßdorf - Oktober 1996

(Diesen Lied-Text habe ich auf Anregung des debriv "Deutscher Braunkohlen Industrieverband" geschrieben. Die heilige Barbara ist Schutzpatronin der Bergleute. Sie feiert ihr Namensfest am 4. Dezember.)


1. Noch weht um ihn ein Hauch von ihr, ein kleines: "Komm gut Heim."
Der Helm sitzt gut, doch sperrt er niemals die Gedanken ein.
Die sind bei ihr. Er schnürt den Schuh, nimmt seinen Weg und spürt genau:
Heimat ist, wo ihn umgibt, die Wärme einer Frau.

Refrain

Dann fährt er ein, der Bergmann,
nimmt seine Träume mit,
tief in die Nacht, wo Du ihm
behütest seinen Schritt.
Dann fährt er ein, der Bergmann,
beschützt von Deiner Hand,
Sankt Barbara und erntet sein Brot in deinem Land.

2. Dem Auge alles so vertraut; nur noch ein kleines Stück.
Die Bank am Baum, ein Zeitungsstand, ein kurzer Blick zurück.
Der Wind kehrt Staub ins Häusereck. Ein Gruß am Tor, wie eh und je.
Räder drängen; gelbes Licht; noch schnell ein Schluck Kaffee.
Dann fährt er ein ...

3. Ein Bild aus alter Zeit schwebt wie ein Hauch im Gleisverlauf.
Es huscht ein Flüstern durch den Berg, ganz deutlich ein: "Glückauf".
Die Rechte schließt sich um den Griff. Sein Blick gleitet die Wand entlang.
Fernes Lied von Rädern; leise singt der Schienenstrang.
Dann fährt er ein ...

(c) Theo Floßdorf / Bergheim (Rhein-Erft)


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