Nach der Flut 2002


Sara Rietz - Oktober 2002


Bei strahlender Herbstsonne

schließe ich dich sanft

in meine Hände ein.

Ein Zeichen bist du mir nach der Flut.

Wie jener grüne Zweig von einst

verkündest du mir die Wiederkehr

in dieser ungewöhnlichen Zeit.

Ich bange um dich. Dein Dasein wird

durch Enttäuschung erschüttert sein.

Vielleicht kommt es bald

mit der Kühle der Nacht,

mit dem Wind der Tage,

der auch mich gewaltig peitscht.

Und dennoch: du irregeführte Fliederblüte,

ich wünsche dir Licht und Wärme.

Bleibe mir noch lange so schön,

noch lange so wunderbar schön!

Völlig berauscht von deinem Duft

träume ich mich selbstvergessen

für einen Augenblick mit dir in die Harmonie

eines Frühlingstages hinein.

(c) Sara Rietz / Pirna


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