Traumphantasie vom Glück


Irene Kersting - Mai 2011


Zum Glück fand ich eine Feder
als schönes Lesezeichen
in dem uralten Märchenbuch
und konnte nicht mehr weichen.

Ein Traum nahm mich ganz gefangen,
meine Kindheit stand vor mir,
ein buntes Zelt am Marktplatz
mit magisch lockender Tür.

Da sah ich den blauen Erdball,
wie er sich langsam drehte,
schillernde Mädchen beim Bauchtanz,
die jäh der Wind verwehte.

Schöne Töne, süß wie Honig,
verschmolzen zur Symphonie,
phantastische Würfelspiele
faszinierten mich wie nie.

Da setzte ich den Spielstein,
der mir gleich so gut gefiel
und gewann ein Vermögen!
War es ernst oder ein Spiel?

Dann war nichts mehr zu sehen
und um mich herum war es Nacht.
der helle Wahnsinn griff nach mir,
doch zum Glück bin ich erwacht.

(c) Irene Kersting / Fulda


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