Mein Prinz


Ines-Kathrin Pape


Mein Prinz ich wünsche mir,
dass du mich auf das weiße Pferd der geflügelten Worte,
mit dem du mich holst,
zu dir emporhebst.
Mich fest an dich drückst,
mit mir durch das Azur des Himmels
zur Quelle der Freudentränen eilst.
Und wir trinken Schwerelosigkeit.
Mein Prinz, ich wünsche mir so sehr,
dass du mir in das schwarz meiner Pupille
die Farben der Welt küsst.
Mein Prinz, und alle Dornen auf meinem Weg
überflute mit Rosenblüten.
Trage mich in die orangerote Glut der Morgensonne,
in die Hitze und Zärtlichkeit der Liebe.
Deine Hände, so stark, halten mich sicher
wie die Erde den Baum.
Entwurzelt vom mächtigen Sturm,
liege ich nackt in der Verzweiflung.
Hält sich mir die gelbe Mondsichel blass, mein Prinz,
jedoch in dein dunkelblaues Gewand gewirkt,
funkelnd der Weg der Sterne.
Mein Prinz, in mein Augenschwarz
hast du mir geküsst die Farben der Welt.
Ich bin froh, das Schwarz meiner Pupille
hat meinen Kopf noch nicht besiegt.
Mein Prinz, dein Kuss
macht mir mein Hirn regenbogenfarbend.

(c) Ines-Kathrin Pape / Fürstenwalde


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