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Heinrich Thyron


Endlich war der letzte Kunde gegangen. Endlich, endlich Feierabend! Er knipste die Beleuchtung in seinem Rechtsanwalts-Kabinett aus. Durch die Fensterscheiben war das letzte diffuse Licht des abendlichen Oktoberhimmels zu erahnen. Er verließ sein Büro, schloss sorgfältig hinter sich ab und ging beschwingt die zwei Stockwerke hinab in den Keller, und noch während er die Tür zum seinem Studio, das eigentlich eher einem Hobbyraum glich, aufschloss vollzog sich in ihm so etwas wie eine stille Wandlung:
Dort oben musste er für sein - im übrigen gar nicht schlechtes - Einkommen sorgen, hier unten konnte sich sein Alter ego ganz dem widmen, was er für den eigentlichen Sinn seines Lebens hielt: der Musik.

(c) Heinrich Thyron / Dormagen


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