Gedanken über das Leben nach dem Tod

(im Brief an einen Freund)


Friedemann Fuhrmann


Lieber Freund!
Während nun meine “Erste Stellungnahme" zu Dir auf dem Weg ist, möchte ich mit der "Ausführlichen Beantwortung” Deiner Fragen zum Thema "Weiterleben nach dem Tod" beginnen. Dabei erscheint mir das zeitliche Zusammentreffen des Advent und der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest mit dem Bemühen um Antworten zu diesem Themenkreis ein recht passender Zufall zu sein und einen inneren Bezug deutlich zu machen, der mich nachdenklich stimmt und um so bereitwilliger nach einer Antwort suchen läßt, ohne freilich schon zu wissen, wie sie sich am Ende darstellen wird.

Nun habe ich zwar mit dieser Introduktion bereits eine christliche Tonart angeschlagen - und tatsächlich beziehe ich ja aus diesem Wurzelgrund die hauptsächlichen Einflüsse; aber es werden doch auch andere Ideen und Gedankengänge in meine Überlegungen mit einfließen. Auch ganz bewußt werde ich nicht ausschließlich kirchliche Lehre, wie ich sie verstehe und glaube, wiedergeben.

Nun muß man sich von vornherein darüber klar sein - und es ist ja auch Dir sicher bewußt -, daß es für ein Weiterleben nach dem Tode ebenso wenig einen schlüssigen Beweis im wissenschaftlichen Sinne geben kann wie für die Existenz Gottes. Allerdings gibt es hier wie da auch keinen schlüssigen Gegenbeweis. Wir müssen also in diesem Bereich auf eine andere Erkenntnisform als die wissenschaftliche zurückgreifen, nämlich den Glauben. Ich meine "Glauben" durchaus in weiterem Sinne und nicht beschränkt auf das Lehrgebäude einer bestimmten Glaubensgemeinschaft. Was ich sagen will, ist, daß es im Folgenden eben nicht um Argumente im Sinne von Beweisen geht, sondern im Sinne von Erkenntnis, Einsicht, Zeugnis, vielleicht auch Indiz.

Nach dieser Einleitung scheint die Antwort auf die Hauptfrage schon überflüssig. Ja, ich glaube an ein Weiterleben - vorsichtiger gesagt: an eine Fortexistenz - über den Tod hinaus. Das bedeutet zunächst einmal: Ich schenke insgesamt den Argumenten für eine solche Fortexistenz mehr Glauben als den Versuchen, sie zu verneinen oder zu widerlegen. Diese Formulierung zeigt, daß glauben nicht objektiv sein k a n n , sondern subjektiv sich danach richtet, wem ich glaube.

Ich glaube also zunächst einmal an eine Fortexistenz. Sie scheint mir sogar relativ gut bezeugt. Schwieriger wird es bei der Frage nach der Existenzform. Hierzu gibt es in den verschiedenen Religionen und Weltanschauungen wohl zahllose Denkmodelle, und auch ich sehe hier mehrere Möglichkeiten, die - zum Teil gleichzeitig - denkbar erscheinen.

Wir wollen die Sache zunächst einmal ganz einfach angehen.

Ein älterer, spät erblindeter Diskussionspartner, der sich kirchlich nicht mehr gebunden fühlte und der Frage eines Jenseits und eines jenseitigen Lebens eher skeptisch gegenüber stand, der als ehemaliger Ingenieur, wie er betonte, naturwissenschaftlichen Denkweisen verhaftet war, überraschte mich in diesem Zusammenhang dann doch mit der Feststellung, es gäbe allerdings doch ein Argument für ein Fortbestehen, nämlich die physikalische Erkenntnis, daß im Universum nichts wirklich verloren geht - wenn man den Zusammenhang von Materie und Energie mit berücksichtigt. Ob das so stimmt, kann ich als Laie nicht entscheiden; er sagte es so, und er wollte damit wohl etwa ausdrücken, daß wir zwar zu Staub werden, daß aber dieser "Staub" eben nicht das Letzte ist, sondern daß unsere "organischen Überbleibsel" von anderen Organismen aufgenommen werden: Leben, das wiederum höheren Organismen dient und so weiter - ein gigantischer, ständiger Kreislauf des Lebendigen!

Danach kehrte also "Alles Fleisch" zum Staube zurück, oder vielmehr in ein Meer des Stofflichen, aus dem die Kraft des Lebens, gleichsam als universale Naturgewalt verstanden, wiederum immer wieder schöpft, um sich das Stoffliche anzuverwandeln.

Ich kann das hier physikalisch, biologisch, biochemisch nur andeutungsweise wiedergeben; ich bin ja, wie Du weißt, weder Physiker noch Biologe, und von Chemie habe ich schon gar keine Ahnung. Es ist dies, wie gesagt, e i n Denkansatz, der vielleicht auch von naturwissenschaftlich denkenden Menschen nachvollzogen werden kann. Aber für sich allein genommen (ich schließe hier allerdings weiter unten noch einmal an), bleibt es im Grunde ein unbefriedigender Ansatz. Dies Modell räumt allem Lebendigen - Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren, Menschen - prinzipiell dieselben Voraussetzungen für ihr Fortbestehen ein. Andererseits - welch eine Vision! - wird hier im Grunde "Das Leben" als ein riesiges Bioarsenal verstanden, aus dem sich ständig in millionenfachen Formen individuelles Leben herauskristallisiert, und in das es dann nach kurzer Zeit wieder zurückkehrt. Es gäbe also so etwas wie eine Urverwandtschaft alles Lebendigen; doch heißt das ja auch, dass ein Individuum der einen Generation mit einem bestimmten des später Lebenden so wenig identisch ist wie ein Regentropfen mit einem anderen, nachdem er den gesamten Zyklus des Wasserkreislaufs durchlaufen hat.

Wenden wir uns also nach dieser "biologischen" Fortexistenz einer anderen Form zu, nämlich der "genetischen".

Wir leben in unseren Kindern weiter. Sie sind ja nicht nur "inhaltlich", das heißt ein wesentlicher Teil unseres Lebens, sondern wir haben ihnen ein Stück unseres Daseins vermacht: körperlich, geistig und in manch anderer Hinsicht. Gewiß bedeutet dies, wie schon bei der biologischen, keineswegs unsere individuelle Fortexistenz; dagegen ist sie durchaus substanziell: ihre Körper, ihre geistigen Voraussetzungen stammen wirklich aus uns. Insofern leben wir in ihnen weiter, auch wenn wir sterben.

Gewiß sind sie nicht mit uns identisch; aber sind wir es noch mit uns selbst als Säugling, Kleinkind, Schulkind oder als Jugendlicher? Hat nicht unser Körper seither fast all seine Zellen mehrfach erneuert? Und sind wir nicht auch geistig, wesensmäßig andere geworden? Sind wir nicht in gewissem Sinne auch nur "Erben", nur das Ergebnis früherer Altersstufen? Was also macht eigentlich menschliche Identität aus?

Doch kehren wir nach diesem Exkurs zurück zum Thema!

Es gibt neben der Fortexistenz in Form genetischen Erbes auch eine solche in der Form geistigen Erbes, die sicher ebenso real ist wie jene, wenn auch schwerer greifbar. Wie viele Menschen haben uns ihren Stempel unauslöschlich eingeprägt! Wie viele haben uns in unserem Denken und Wollen, unseren Wertvorstellungen und Neigungen geformt und beeinflußt! Ich persönlich weiß von mir genau, daß ich nicht nur von meinen Eltern, von manchen meiner Lehrer oder Freunden in dieser Weise stark mitgeprägt wurde, sondern auch von Menschen, deren Bücher oder Gedichte ich las oder deren Gedanken und Ansichten ich sonst kennen lernte.
Damit bin ich bei einer anderen, weiter gefaßten Art der Fortexistenz, dem Weiterleben vieler Menschen in ihrem Werk oder ihren Ideen. Manche leben auf diese Weise noch nach Jahrhunderten oder Jahrtausenden unter uns: Konfuzius, Buddha, Hippokrates, Sokrates - man könnte diese Reihe endlos fortsetzen: Religionsstifter, Philosophen, Dichter, Maler, Baumeister, Musiker. Etwas davon trifft vielleicht eine zeitlang auch auf uns zu, wenn wir gestorben sein werden. Nicht nur die bloße Erinnerung an uns bei Freunden, Verwandten, Kollegen... Die verblaßt erfahrungsgemäß sehr bald. Meine Stimme zum Beispiel bleibt, solange die Tonbänder existieren, die ich besprochen habe, so wie mein Vater in seiner Stimme bei mir noch gegenwärtig ist. Selbst wenn die Aufnahmen niemand mehr anhört, so sind sie doch da. Dann gibt es hier und anderswo schriftliche Zeugnisse, in denen ich mich mitgeteilt habe, die also "ein Teil" von mir sind. Vielleicht wird dieser Brief an Dich noch einmal gelesen, wenn ich nicht mehr bin, wie ich jetzt bin, und etwas von mir wird wieder gegenwärtig sein. Fotografien sind ein weiteres Zeugnis, in dem Verstorbene wieder unter die Lebenden treten können.

Doch dass alles ist nicht das, was wir suchen. Wir suchen die konkrete, individuelle und personale Fortexistenz. Immerhin zeigt die Nennung der vorstehenden Ansätze und unser intensives Nachdenken über sie, wie die Evolution nach Möglichkeiten des Lebens über den Tod hinaus sucht und danach drängt, wie Unsterblichkeit geradezu das Ziel der Evolution ist. Während die biologische Fortexistenz noch ganz allgemein alles Leben einschloß, und die genetische Fortexistenz im Grunde allen Lebewesen gemeinsam ist, sind die beiden weiteren Möglichkeiten, die ich nannte, nur im menschlichen Bereich zu finden. Es gibt also so etwas wie eine Entwicklung im Bereich des Lebendigen zur Unsterblichkeit hin, was freilich noch nichts darüber aussagt, wie weit diese Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Aber nehmen wir es als Indiz für die Wahrscheinlichkeit eines Lebens über den Tod hinaus.

An dieser Stelle nun möchte ich zurückkehren zu den Überlegungen der ersten Möglichkeit.

Wenn wir von der Vorstellung eines ständigen Kreislaufs im Bereich des Biologisch-Stofflichen ausgehen, so wird ein solcher Kreislauf vielleicht auch im Bereich des Geistes, der Personalität, der Seele denkbar. Demnach wäre unser Ich also aus einem ungeheuren Pool geistiger Möglichkeiten, einem Ozean menschlichen Geistes aufgestiegen und würde einst in ihn zurückkehren. Wir stünden also in einem geheimnisvollen Zusammenhang mit der Gesamtheit der geistigen Kräfte und Inhalte menschheitlicher Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Vor diesem Zusammenhang würden bisher unerforschte Phänomene wie Hellsichtigkeit, Prophetie, Gedankenlesen und so weiter plötzlich überraschend einsichtig.

Ich muß hier wohl anmerken, daß auch diese Idee nicht von mir selbst stammt, sondern schon von anderen gedacht wurde. Doch laß uns noch einen Schritt weiter gehen! Wir dürfen uns von Bild des Wassertropfens im Meer nicht allzu sehr festlegen lassen; alle Vergleiche hinken, und vielleicht stimmt dieser Vergleich im geistigen Bereich insofern nicht, als im Hineintauchen in dieses Reservoir, im Sich-Einfügen und im Aufnehmen der Gesamtheit der geistigen Kräfte die Individualität des Geistes sehr wohl erhalten bleibt. Zur Verdeutlichung sei an die Trinität Gottes erinnert: "Einheit des Wesens, Verschiedenheit der Person", und hier: Einheit der geistigen Potenz und Vielheit der Ausprägungen in den Individuen. Von hierher wäre es kaum noch ein nennenswerter Schritt bis zu der Vorstellung von der Seelenwanderung. Auch sie gibt es wieder in verschiedenen Ausprägungen, vom Hinduismus, Buddhismus und Lamaismus bis zu neuzeitlichen Formen experimenteller Psychoanalyse. Selbst der Spiritismus erschiene mit dieser Vorgabe verständlich.

Nachdem wir nun so viele Denkansätze als Möglichkeiten einer Fortexistenz kennen gelernt haben, dürfen wir getrost auch die Christliche Lehre von der Auferstehung der Toten und dem ewigen Leben anführen. Es ist, glaube ich, die bisher kühnste Vorstellung von der Fortexistenz. Aber vielleicht hat sie gerade deswegen das Prinzip der Evolution auf ihrer Seite. Sie gründet auf der Verheißung Christi und auf den Berichten der Zeugen des Auferstandenen; und vielleicht, so denke ich mir, muß diese Verheißung die vorgenannten Möglichkeiten nicht einmal aufheben, sondern kann sie integrieren; vielleicht ist das eine wahr, ohne daß das andere ganz unwahr ist. Wir stoßen hier an eine Dimension so außerhalb unseres diesseitigen Vorstellungsvermögens, und unserer diesseitigen Erfahrungen, daß wir ihren wahren Charakter glaubend erahnen, aber nicht ermessen können.

Ich wiederhole also: Ich bin sicher, daß es ein Leben über den Tod hinaus gibt. Über die Form kann ich nur Spekulationen anstellen, mich der Verheißung anvertrauen.


Anhang: Antwort auf vier Fragen

Nach diesen grundsätzlichen Erwägungen will ich mich aber doch noch Deinen vier Fragen zuwenden, obwohl sie eigentlich in der Summe des vorstehend Gesagten schon beantwortet sind.

1. Gibt es eine leibliche und von der Zeit bestimmte Auferstehung?
Trotz allem vorhin Gesagtem müssen wir uns bei unseren Überlegungen doch von der dualistischen Vorstellung lösen, als seien wir eigentlich Seele und unser Leib nur die "irdische Hülle" oder gar das "Gefängnis der Seele. Ich kann auf das Thema hier nicht ausführlich eingehen; die Thematik und Problematik ist Dir ja wahrscheinlich auch grundsätzlich bekannt. Es folgt daraus aber: Wenn wir als Menschen, in unserer menschlichen Natur zur Auferstehung berufen sind, dann k a n n dies nur "im Fleische" geschehen, weil die Leibhaftigkeit zur menschlichen Natur gehört. Wie dies geschehen wird, weiß niemand, aber irgendwie wird das Stoffliche mit einbezogen sein in die Auferstehung. - Was Du mit "von der Zeit bestimmt" meinst, ist mir nicht ganz klar geworden. Mir scheint aber hier der Hinweis erforderlich, der auch in anderem Zusammenhang, besonders in Bezug auf Frage 4 wichtig ist: Die Zeit ist ebenso eine erschaffene Dimension wie der Raum; und Ewigkeit ist nicht einfach ins Endlose verlängerte Zeit, sondern das Gegenteil davon: "Befreit von Raum und Zeit". Dass ist gewiß nur schwer vorstellbar. Moderne Physik, Astronomie oder Astrophysik können uns da vielleicht ein wenig helfen.

2. Können Verstorbene Kontakt zu noch Lebenden aufnehmen; und inwieweit möchtest Du nach Deinem Tod hierzu beitragen?

Daß sie das können steht eigentlich nach allem Gesagten kaum in Frage. Über meine Neigungen und Absichten nach meinem Tod läßt sich sicher genauso wenig sagen wie über jene neue Seinsform selbst. Schon wenn Kinder sagen: "Wenn ich groß bin, will ich ...", so trifft das selten die neue Realität des Erwachsenseins, und sie h a b e n Erwachsene und deren Welt vor Augen, und zwar lange bevor sie selbst diese neue Seinsform erreichen.

3. Hat eine leibliche Auferstehung Jesu tatsächlich stattgefunden? -

Das ist eine Frage des Glaubens. Bezeugt ist zwar nur das leere Grab; bezeugt sind aber auch die Begegnungen mit dem Auferstandenen. Und wenn es in den Einzelheiten der Berichte auch Widersprüchliches gibt - die gibt es bei allen Augenzeugenberichten - ich glaube daran.

4. Sind "Persönliches Gericht" und "Letztes Gericht" zwei zeitlich voneinander getrennte Ereignisse? -

Hierzu siehe unter 1., Absatz 2. Wir stoßen hier andererseits an die Frage der "Wiederkunft des Herrn", und die läßt sich hier in ein paar Sätzen nicht behandeln.

Wenn ich oben sagte, Raum und Zeit seien erschaffene Dimensionen, so meinte ich nicht die von Menschen ersonnene oder herausgefundene Zeiteinteilung, sondern die Zeit als Teil der Schöpfung, sozusagen als von Gott verkündetes Naturgesetz. Gott selbst, der diesem Gesetz - wenn überhaupt - nur sehr bedingt unterliegt, i s t schon existent, bevor es Zeit überhaupt gab.

Ich will versuchen, das über die Dimension "Raum" deutlich zu machen. Die Astronomen, nach der Größe des Raumes gefragt, sagen: Raum gibt es immer nur in Bezug auf die Materie (oder Bewegung). Gäbe es kein einziges Stäubchen der Welten, so könnte es auch keinen Raum geben. Mit dem Entstehen der Materie entsteht der sie umgebende Raum. Und je weiter sich Materie ausdehnt im All, desto größer wird der Raum. Ebenso ist es mit der Zeit: Erst indem es ein Geschehen gibt (das entstehen der Urmaterie, der "Urknall", die Bewegung der Atome im ruhenden Materieklumpen), so gibt es auch die Zeit.

Wir leben hier unter den Bedingungen von Raum und Zeit. Die Übernatur aber müssen wir uns ohne diese Begrenzungen vorstellen; und so werden auch für uns einmal die Gesetze von Raum und Zeit aufgehoben sein. Aus dieser unserer jetzigen Begrenzung durch Raum und Zeit heraus betrachtet sind die Wiederkunft des Herrn und das Endgericht natürlich Ereignisse, die in der Zukunft liegen. Werden diese Begrenzungen aber mit unserem Tod aufgehoben, dann erübrigt sich die Frage nach der Gleichzeitigkeit oder Aufeinanderfolge von persönlichem und allgemeinem Gericht.

Als Gleichnis für jene andere Wirklichkeit kann gerade uns Blinden das Licht dienen. Wir sind nicht imstande, es wahrzunehmen, wir können uns seine Wahrnehmung nicht einmal vorstellen; und doch glauben wir - auf Grund des Zeugnisses der vielen - daß es Licht gibt. Und umgekehrt: Uns bedeutet der Wechsel von Licht und Dunkel nichts; die Sehenden aber können sich Lichtlosigkeit nur als Dunkel vorstellen, während es für den völlig Blinden ja weder Licht noch Dunkel gibt. Ebenso wenig können wir Lebenden uns Zeitlosigkeit vorstellen.

Damit, lieber Freund, bin ich am Ende dieses ausführlichen Briefes angelangt. Vieles hätte noch ausführlicher behandelt werden können, manches ist nicht einmal erwähnt worden, wie etwa die Berichte klinisch tot Gewesener. Aber ich denke, auch das nicht gesagte fügt sich einigermaßen ein in das Gesagte. Zu zusätzlichen Antworten, soweit ich sie geben kann, bin ich gern bereit.

Mit herzlichen Grüßen bin ich Dein
Friedemann

(c) Friedemann Fuhrmann / Münster


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