Am Osterfeuer


Dieter Kleffner


Da Ostern im März ist oder April,
macht unser Wetter stets was es will.
Am Osterfeuer erhebt sich der Rauch,
wir sitzen zusammen, so will es der Brauch.
Ob Sonne, ob Regen, wie es auch sei
selbst wenn der Schnee fällt, so sind wir dabei.
Zu Essen und Trinken bringt jeder was mit,
bald klingen die Gläser, dann heißt es “prosit”.
Es duftet nach Kuchen, nach Würstchen vom Rost,
daneben gibt’s allerlei leckere Kost.
Man singt zur Gitarre und macht manchen Scherz,
in jedem Auge, da funkelt ein Herz.
Geht die Sonne dann unter, die Nacht kommt herbei,
zertritt der Schuh ein verlorenes Ei.
Voll‘ Sehnsucht schaut man in die himmlische Ferne,
dort leuchten als winzige Feuer die Sterne.
Der Nachtwind wird kälter, doch keine Bang,
Wir ziehen den Kreis um die Flammen ganz eng.
Es knistert das Brennholz, rot wärmt uns die Glut,
wir reiben die Hände: “Ach tut das gut!”
Still wird die Nacht, unser Feuer scheint weit,
murmelt Geschichten aus uralter Zeit.

(c) Dieter Kleffner / Hattingen NRW


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